Die UNO griff mit der Beauftragung für den Brundtland Report das Thema bereits 1968 auf. „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“ Auch der Club of Rome ist beim Zustandekommen des Wertes der Nachhaltigkeit stark beteiligt. In ‘Grenzen des Wachstums’, 1972 beschreibt ein System, das ohne plötzlichen und unkontrollierbaren Kollaps haltbar und zugleich die Sicherung der Grundbedürfnisse aller Menschen gewährleisten sollte.

Bundeskanzler Willi Brandt sprach vor der UNO 1973 die fast prophetisch wirkenden Worte: „Unser Überleben hängt von einer globalen Zusammenarbeit ab, die eine nachhaltige, natürliche Umwelt sichert.“ Die Nachhaltigkeit ist auch im deutschen Grundgesetz in Artikel 20a, Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Tiere, verankert. Der Begriff Nachhalten steht unmittelbar mit dem Begriff Haushalten und damit einer ökologischen Ökonomie in Verbindung.

Eine korrespondierende Fähigkeit ist die Resilienz. Sie ermächtigt, Krisen und Bedrohungen zu bewältigen. Die Nutzung dieser Ressource geht einher mit individuellen Entwicklungen und innerem Wachstum des Menschen. Die Natur ist im Urzustand Meister der Resilienz. Sie ist darauf angelegt, das Gleichgewicht der Kräfte wiederherzustellen. In Zeiten des Klimawandels ist eine der möglichen Reaktion steigender Temperaturen die Zunahme von Niederschlägen. Die Resilienz kann auch als Robustheit und die Fähigkeit der Wiederherstellung gegenüber Schocks und Störungen zentraler Funktionen verstanden werden.